Der Scheidenpilz Blog....

Wichtige Informationen und Tipps über Scheidenpilz Infektionen...

Scheidenpilz aussehen und Symptome

Oftmals geht ein Scheidenpilz mit einer geschwollenen und geröteten Schleimhaut einher. Zudem ist die Schleimhaut der betroffenen Stelle meist rissig. Hinzu kommen weiße, fleckige Beläge, welche sich auf der Schleimhaut der inneren Scheide bilden. Oft ist es für betroffene Frauen schwer, es selbst zu erkennen. Doch der Gynäkologe kann eine Pilzinfektion sofort mittels einer Untersuchung erkennen. Seltener kommt es vor, dass Hautausschläge, Bläschen oder Pusteln auch außerhalb der Scheide sichtbar sind. Diese befinden sich dann an der Vulva.

Durch den trockeneren Intimbereich hat der Pilz ein leichtes Spiel. Die Haut reißt ein. Die Einrisse nennen sich Rhagaden. Oftmals betrifft es Frauen in den Wechseljahren, in der sogenannten Menopause. Durch die Hormonumstellung ist der Intimbereich besonders empfindlich.

Die Symptome können je nach Erreger aber variieren. Zu den klassischen Symptomen hingegen zählen ein Jucken und Brennen in der Scheide, weißlicher, cremiger oder auch bröckeliger Ausfluss, ein unangenehmer Geruch im Intimbereich, gerötete und auch rissige Hautstellen in der Scheide und drum herum, gelegentlich können Bläschen oder ein Ausschlag auftreten, sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Meist beginnt ein Scheidenpilz mit einem Juckreiz, oder auch Brennen, sobald die Scheide berührt wird. Wird er nicht Behandlung, so wird der Schmerz intensiver und auch dauerhaft. Nun kommen auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hinzu. Am häufigsten jedoch ist der cremige bis bröckelige Ausfluss, welcher jedoch immer weißlich ist. Da ein Ausfluss auch bei gesunden Frauen die Regel ist, kann eine Pilzinfektion aber an der Intensität des Ausflusses, sowie dem äußert unangenehmen Geruch erkannt werden.

Scheidenpilz Ursachen

Die Ursachen des Scheidenpilzes sind vielfältig. Gerät das Milieu der Scheide aus dem Gleichgewicht, so haben die Erreger ein leichtes Spiel. Aber auch eine Schwächung des Immunsystems macht die Scheide für Scheidenpilz empfänglich, da Pilze grundsätzlich ein feuchtes und warmes Milieu bevorzugen. Zu den häufigsten Gründen für eine Scheidenpilzinfektion zählen jedoch folgende Ursachen:

  • Hormonveränderungen beeinflussen die Scheidenflora. Dies zählt hauptsächlich für eine zu hohe Östrogenkonzentration. Diese Schwankungen des Hormonhaushalts können natürlichen Ursprungs sein. Sie können aber auch durch eine Schwangerschaft oder die Anti-Baby-Pille ausgelöst werden. Zudem können manche Hormonersatzpräparate eine Rolle spielen, bei der Begünstig der Entstehung eines Scheidenpilzes.
  • Zudem gehören Betroffene der Erkrankung Diabetes mellitus ebenfalls zu den Risikopatienten, die einen Scheidenpilz erleiden.
  • Auch Krankheiten, die mit einer Schwächung des Immunsystems einhergehen, erhöhen das Risiko. Ein Beispiel hierfür wäre AIDS.
  • Diverse Arzneimittel, welche das Immunsystem unterdrücken, erhöhen ebenfalls das Risiko, an einem Scheidenpilz zu erkranken. Zudem können auch Kortison-Mittel diesen Zustand auslösen und einen Scheidenpilz begünstigen. Am häufigsten tritt ein Scheidenpilz aber nach der Einnahme eines Antibiotikums auf. Dieses tötet bekanntlich nicht nur die „bösen“, sondern auch die „guten“ Bakterien ab.
  • Auch übermäßige Hygiene kann zum Scheidenpilz führen. Sie zerstört eine ausgewogene Scheidenflora und ehe der Körper sie regenerieren kann, wird sie im wahrsten Sinne des Wortes wieder abgewaschen. So haben Pilze ein leichtes Spiel.
  • Enge Kleidung und synthetische Stoffe können darüber hinaus auch auf die Entstehung eines Scheidenpilzes einwirken. Sie führen nämlich zum Schwitzen und verursachen einen Wärmestau. Optimale Bedingungen für einen Pilz.

Zu guter Letzt wäre natürlich ungeschützter Geschlechtsverkehr zu nennen. Der Pilz kann von einem auf den anderen Sexpartner übertragen werden.

Scheidenentzündung Ursachen

Eine Scheidenentzündung ist nicht nur unangenehm, sie kann zudem auch Leid verursachen. Oftmals liegt dem ein eindringen von Keimen zu Grunde. Nicht selten werden diese Keime und Erreger über den Geschlechtsverkehr übertragen. Doch das allein sind nicht nur die Ursachen, die für eine Scheidenentzündung in Frage kommen. Es kann sich ebenfalls um eine Infizierung mit Bakterien aus dem Analbereich handeln, welche durch falsches Abwischen in die Scheide gelangen. Auch der Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr kann dafür verantwortlich sein. Zudem können Scheidenpilze eine Entzündung auslösen. Dieses Phänomen kommt häufig bei Schwangeren und Diabetikerinnen vor. Auch Viren, wie beispielsweise Herpesviren oder Warzenviren können zu einer Scheidenentzündung führen. Selbst zu selten gewechselte Tampons und nicht ausreichend gereinigte Sexspielzeuge sind Ursache für eine Infektion. Oft werden auf diesen Weg Bakterien in die Scheide eingeführt, welche das Scheidenmilieu zerstören und somit also eine Scheidenentzündung auslösen. Prinzipiell sollte also bei solchen Sexpraktiken unbedingt auf eine ausreichende Hygiene des Sextoys geachtet werden, um eine Infektion zu verhindern. Aber auch die bei dem Scheidenpilz genannten zu engen und synthetischen Kleidungsstücke spielen eine Rolle. Durch die mangelnde Luftzirkulation und die übermäßige Wärme haben die Keime ein leichtes Spiel. Die Scheide wird für eine Infektion und somit einer Scheidenentzündung durch das Tragen nicht angemessener Kleidung also anfälliger.

Natürlich müssen nicht alle Ursachen im eigenen Verschulden zu finden sein. Auslöser für eine Entzündung kann ebenso gut ein Hormonmangel sein, der oftmals im Alter auftritt. Aber auch Hautreizungen und Allergien können eine solche Scheidenentzündung auslösen. Diese können beispielsweise durch Waschlotionen, Kondome und sperminienabtötende Substanzen ausgelöst werden. Aber auch Unverträglichkeiten des Waschmittels und Weichspülers können zu einer Entzündung der Scheide führen.

Hausmittel

Viele Frauen versuchen zunächst den Einsatz von sogenannten Antimykotika zu umgehen. Sie setzen auf die altbewährten Hausmittel und sagen somit dem Pilz den Kampf an. Die Liste der Mittel ist lang und natürlich haben sie allesamt Vorteile, aber auch eben Nachteile.

Am bekanntesten ist hier der Joghurt und Quark. Direkt in der Scheide aufgetragen sollen die für eine gesunde Scheidenflora benötigten Mikroorganismen alles wieder ins rechte Licht rücken. Allerdings enthalten der Joghurt und Quark jedoch Bakterien, welche zusätzlich zu einer bakteriellen Entzündung der Scheide führen können.

Das nächste Hausmittel ist Honig, Teebaumöl und Kokosöl. Alle drei Hausmittel helfen nicht direkt gegen den Scheidenpilz, jedoch können sie die Heilung unterstützen und sind sogar empfehlenswert.

Auch Apfelessig wird oft genannt. Da Pilze es in einer sauren Umgebung schwer haben sich anzusiedeln, scheint dieser Tipp naheliegend zu sein. Allerdings sollte auf diesen Tipp verzichtet werden, da der Apfelessig nicht nur den Pilz abtötet, sondern auch die Wiederherstellung einer gesunden Scheidenflora beeinträchtigt.

Sehr Empfehlenswert hingegen sind Sitzbäder mit Kamille. Diese wirken entzündungshemmend und die Wärme kann die Symptome zusätzlich lindern. Handelt es sich nur um eine leichte Pilzinfektion der Scheide, so können Kamillen-Sitzbäder tatsächlich eine sehr gute Alternative zu Antimykotika sein. In jedem Fall schaden Kamillen-Sitzbäder nicht, sondern können den Heilungsprozess nur begünstigen.